top of page
Bedingtes Entstehen – Nichts entsteht allein Die Kunst, das Leben in seiner Verbundenheit zu verstehen - Dependent Arising – Nothing Arises Alone The Art of Understanding Life in Its Interconnectedness

Anfang

5. Mai 2027

Ende

9. Mai 2027

Kursnummer:

K2718-1

Beschreibung des Kurses/ Retreats: 
Description of the course/retreat:

„Wer das Bedingte Entstehen sieht, sieht den Dharma.“

Nichts in unserem Leben entsteht aus sich selbst heraus. Alles entsteht aufgrund vieler Bedingungen und steht in Beziehung zu anderem. Ein Baum braucht Erde, Wasser, Licht und Sonne. Auch unsere Gedanken, Gefühle, unser Leiden und unser Glück haben Ursachen und Bedingungen.

Die Lehre vom Bedingten Entstehen (Pratītyasamutpāda) gehört zu den tiefsten Einsichten des Buddha. Sie zeigt uns, wie Leiden entsteht und sich fortsetzt – und weist zugleich einen Weg zur Befreiung. Wenn wir die Bedingungen unseres Leidens erkennen, können wir beginnen, sie zu verändern und neue, heilsame Bedingungen zu schaffen.

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf den zwölf Gliedern des Bedingten Entstehens liegen. Wir werden erforschen, wie diese Kette das Entstehen und die Fortsetzung von Leiden beschreibt und wie achtsames Erkennen neue Möglichkeiten für Freiheit und Befreiung eröffnet. Wir werden die Lehre des Bedingten Entstehens auch im Kontext verschiedener buddhistischer Überlieferungen betrachten und wichtige Texte wie das Avataṃsaka-Sūtra einbeziehen. Dabei begegnen wir einer tiefen Einsicht in die Verbundenheit allen Lebens: Wir existieren nicht unabhängig voneinander. In uns sind unsere Eltern, unsere Vorfahren, unsere Lehrer, unsere Beziehungen und die ganze Welt gegenwärtig.

Unser Lehrer Thích Nhất Hạnh hat diese Einsicht auf eine unmittelbare und poetische Weise vermittelt. Wenn wir tief schauen, erkennen wir, dass wir nicht getrennt von der Welt existieren. Wir inter-sind. Diese Sichtweise kann unsere Beziehung zu uns selbst, zu anderen Menschen und zu den Herausforderungen des Lebens verändern.

In diesem Kurs wollen wir die Lehre nicht nur theoretisch studieren, sondern mit unserem eigenen Leben verbinden. Wir erforschen, wie Gedanken, Gefühle und Handlungen voneinander abhängen und wie unsere inneren und äußeren Lebensbedingungen sich gegenseitig beeinflussen. Dabei können wir entdecken, dass unsere gegenwärtige Situation nicht unveränderlich ist. Indem wir heilsame Bedingungen nähren, können Frieden, Verständnis, Freude und Mitgefühl wachsen.

Durch Dharma-Austausch, Sitz- und Gehmeditation, achtsames Schauen und gemeinsame Reflexion werden wir die Lehre des Bedingten Entstehens Schritt für Schritt erforschen. Wir


laden uns ein, nicht nur mit dem Verstand zu verstehen, sondern mit unserem ganzen Leben zu sehen:

Welche Bedingungen nähren mein Leiden?

Welche Bedingungen nähren mein Glück?

Welche Bedingungen möchte ich in meinem Leben kultivieren?

So wird die Lehre vom Bedingten Entstehen zu einer lebendigen Praxis. Wenn wir erkennen, dass nichts allein entsteht, können wir die tiefe Verbundenheit allen Lebens berühren und unser Leben mit mehr Verständnis, Freiheit und Mitgefühl gestalten.

Wie bei unseren Kursen im EIAB gehören Qigong am Morgen und Tiefenentspannung nach dem Mittagessen zum gemeinsamen Tagesrhythmus. Am Abend können je nach Bedarf und Möglichkeit Sitzmeditation, Erdberührungen und „Beginning Anew“ angeboten werden.

Thầy Pháp Ấn

Sr Song Nghiêm

bottom of page