Grundlagen der Praxis

Die Kunst des achtsamen Lebens

Achtsamkeit bedeutet, das Hier und Jetzt bewusst zu erleben. Es ist die kontinuierliche Praxis, in jedem Moment unseres Alltags das Leben tief zu berühren. Achtsam zu sein heißt, wirklich lebendig zu sein, präsent und vereint mit den Menschen um uns herum und mit unserem Handeln. Während wir das Geschirr spülen, unser Auto fahren oder uns duschen bringen wir Körper und Geist in Harmonie.

Hier im EIAB unternehmen wir sehr oft die gleichen Dinge wie zu Hause – Gehen, Sitzen, Arbeiten, usw. – aber wir lernen hier, es in Achtsamkeit zu tun, in dem Gewahrsein, was und wie wir es tun. Wir praktizieren Achtsamkeit in jedem Moment des Tages und nicht nur in der Meditationshalle, sondern auch in der Küche, auf der Toilette, auf unseren Zimmern und auf dem Weg von einem zum anderen Ort.

Der eigene Atem und dessen Beobachtung ist dafür die wichtigste Grundlage. Das klingt einfach, erfordert aber einige Übung. Entscheidend ist die Fähigkeit innezuhalten. Wie macht man das? Wir halten inne mithilfe unseres bewussten Einatmens, unseres Ausatmens und unserer Schritte. Deswegen ist unsere primäre Praxis das achtsame Atmen und das achtsame Gehen. Wer damit vertraut ist, dem fällt es leicht, auch achtsam zu essen, zu trinken, zu kochen, zu arbeiten usw. So sind wir immer gegenwärtig im Hier und Jetzt: lebendig und ganz präsent.

Indem wir als Sangha gemeinsam praktizieren, wird unsere Praxis freudvoller, entspannter und beständiger. Wir sind einander Glocken der Achtsamkeit, unterstützen und erinnern einander auf dem Weg der Praxis. Mithilfe der Unterstützung durch die Gemeinschaft können wir praktizieren, um Frieden und Freude in uns und um uns herum als ein Geschenk für alle Menschen zu kultivieren. Wir können unsere Festigkeit und Freiheit entwickeln – stabil in unserer tiefsten Ausrichtung und frei von unseren Ängsten, Missverständnissen und von unserem Leiden.

Achtsamkeit ist eine Quelle des Glücks und der Freude. Wenn wir das Leben wirklich vollends genießen wollen, dann müssen wir konsequent achtsam sein: beim Zähneputzen, beim Vorbereiten des Frühstücks oder bei der Fahrt zur Arbeit. Jeder Schritt und jeder Atem können uns froh und glücklich machen.

Dabei wollen wir entspannt bleiben, offen im Herzen und frei im Geist. Die Praxis der Achtsamkeit hilft uns, die innere Freude zu bewahren, so dass es uns leichter fällt, den Herausforderungen des Lebens zu begegnen. Auf diese Weise schaffen wir eine Grundlage für Freiheit, Frieden und Liebe in uns selbst.

Wir wollen uns bemühen, intelligent und kunstfertig in unserer Achtsamkeits-Praxis zu sein, indem wir uns all ihren Aspekten voller Wißbegierde und mit forschendem Geist nähern. Wir wollen mit tiefem Verstehen praktizieren, nicht um der Form und der äußeren Erscheinung willen. Erfreuen wir uns mit entspannter und einfühlsamer Haltung an unsererer Praxis der Achtsamkeit – mit wachem Geist und empfänglichem Herzen.

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